Von München nach Bulgarien ( Sofia )

Ursprünglich war die Reise nach Georgien geplant, da aber eine lange Teilstrecke in der Türkei verläuft und ich die Politik und Wirtschaft des regierenden „Sultans“ dort nicht unterstützen möchte, wurde sie einfach verkürzt.

Reisebeginn war der 1. Mai, um der heranziehenden Schlechtwetterfront davonzufahren, was aber nicht ganz gelungen ist, da sie mich leider in Simbach/ Braunau am Inn eingeholt hatte. In Egling wurde daher trotz der Kälte auf dem Campingplatz übernachtet. Danach ging die Fahrt flott nach mehrmaligem Radfährenwechsel auf der Donau nach Feldkirchen a. d. Donau, Pöchlarn, Neuburg a. d. Donau, und Györ  (Ungarn), wo ich mit 2 Damen verabredet war. Der 6. Tag war somit als Pause eingeplant. In Györ genossen Inge, Sylvia  und ich die ersten warmen Tagestemperaturen. Weiter ging es in nächsten Tagen an der Donau entlang über Esztergom,  Rackeve, Baja, dann durch Kroatien zum serbischen Grenzübergang und von dort nach Apatin der einen tollen Zeltplatz hat.. Die genannten Orte sind jeweils Übernachtungsplätze ( behalte ich bei ), wo  das Zelt aufgeschlagen wurde, bis auf Pöchlarn,  wo ich im Naturfreundehaus übernachtet hatte. Das Wetter war bisher sehr wechselhaft. Der Zustand der kleineren regionalen Sraßen in Ungarn nähert sich langsam an dem, der Ukraine an, die sich durch katastrophale Schlaglöcher und Spurrillen auszeichnen. Viele Campingplätze in Ungarn sind leider für immer geschlossen worden und auch 2 Fähren über die Donau ( Gerjen und Dombori ) haben den Dienst quittiert. Dafür mussten einige lange Umwege gefahren werden. Von Apatin wurde das Radeln  nach Novi Sad ( Hostel ), Belgrad  ( Hostel ), Sumarak, Festung Golubac, Grabovika am Nationalpark Djerdap vorbei bis kurz vor Lom ( Bulgarien ) wo ich mit Anglern aus Sofia an der Donau „wild“ gecampt hatte, fortgesetzt. Ca. 22 km vor Lom ging es auf der Strasse 112  und 81 bis nach Berkovica ( Gästehaus“ ), ca. 79 km vor Sofia. Das Höhenprofil über den „Hohen Balkan“ beträgt ca. 950 -1000 m, den ich morgen in Angriff nehme, wenn das Wetter einigermaßen mitspielt.

Nachdem die 20 km Aufstieg  des Passes, am Ende mit einer steilen Abfahrt gespickt, geschafft waren, musste man nur noch einige kleinere Hügel hochfahren und schon konnte man fast in Sofias Hochebene ( 500 m ) hinunterrollen. In den 2 darauffolgenden Tagen hatte ich immer noch einen Muskelkater, der sich bemerkbar machte. Nachdem ich mit Johanna ( München ), Nina, Joschi, Ludwig ( Dresden ) und Vaikko ( Nürnberg ) 2 Nächte lang eine Wohnung in Sofia geteilt habe, bin ich in ein Hostel umgezogen. Die Gruppe hatte ich an der Donau getroffen und  wir sind uns mehrmals an der Strecke begegnet, obwohl wir getrennt fuhren, und immer wieder gab es eine große Wiedersehensfreude. Unterwegs getroffen hatte ich übrigens auch Peter, der aus der Nähe von Szeged ( Ungarn ) stammt. Auch wir fuhren 2 Tage lang von Novi Sad  bis nach Smederevo zusammen, bis wir uns trennen mussten, weil seine Reise in Richtung Griechenland führte und ich selbst über die Brücke nach Korvin wechselte um die bulgarische Grenze in Bregovo zu erreichen.  Zur Zeit schaue ich mir nun Sofia an und am Montag fliege ich wieder nach München zurück. Gefahrene km für alle die es wissen wollen, 2158,65.

Hans

 

 

 

 

Australien

Für die Tour in Australien gibt es keine Routenbeschreibung, da die Website in diesem Zeitraum ( 2016 ) wegen der großen Fülle von Daten nicht mehr  weiterzuführen  war. Sie ist auch jetzt noch nicht vollständig hergestellt, da die Reihenfolge der Bilder nicht stimmt und die Untertitel dazu fehlen.   Hans

 

Neuseeland und der Umweltschutz

Da ich mich zur Zeit in Orewa am Strand in einem Campingplatz erhole und nun Zeit zum Schreiben habe, möchte ich noch kurz meine Eindrücke über das neuseeländische Umweltverhalten zu Papier bringen. Auf der Rundreise ist mir einiges aufgefallen und ich habe viel gesehen, das nachdenklich macht. Bestätigt wurde mir das von anderen Personen, die auf der Inselgruppe leben und arbeiten. Ich hatte geglaubt, Neuseeland, die grüne Insel, ohne Atomkraftwerke ist ein Vorbild für viele andere Länder in Sachen Umweltschutz. So wird es hier von ihrer Politik gerne verkauft. Leider ist eher das Gegenteil der Fall.

Der Pestizideinsatz auf den Feldern und Weiden wird von vielen Farmern und Bauern sehr großzügig gehandhabt. Es sind Herbizide, die Disteln, Seegras und Büsche vernichten sollen. Es darf nur Gras für Rinder, Rotwild und Schafe wachsen. Statt das „Unkraut“ auszugraben oder zu beschneiden, setzt man für kleine und große Flächen Gift ein, weil es bequemer ist. Angeblich werden chemische Substanzen eingesetzt, die in Europa oder anderswo schon längst verboten sind, wie z.B. DDT. Einige Kommunen sind nicht besser. Für das Straßenbankett wird eher die Chemie eingesetzt, als ein Rasenmäher. Das schont die Messer des Mähers, weil auch Müll an den Seitenstreifen liegt, der sonst entfernt werden müsste. Einige wenige Farmer, die organisch wirtschaften, haben das Problem erkannt und mähen die Seitenstreifen selbst. Zu erkennen an der Aufschrift, sichtbar an den Zäunen aufgebracht, „No Spray“. Andere Bauern sorgen dafür, das z. B. die Kumara-Setzlinge ( Süßkartoffel ) mit einer sanften Insektizid-Dusche, kurz nach ihrer Anpflanzung versehen werden, zukünftige Schädlinge keine Kosten verursachen. Dafür müssen inzwischen Bienenvölker mit dem Pickups zu den Obst- und Gemüseplantagen gebracht werden, damit eine Bestäubung stattfinden kann.

Weiterhin sind die Possums ( geschätzt 80 Mio.? ), Ratten, Kaninchen, verwilderte Katzen und Marder eine Plage, sie werden als „Pest“ bezeichnet. Die Possums sind für  Rinder gefährlich, da sie als Überträger von Tbc gelten. Hier gilt der Satz: Nur ein totes Possum ist ein gutes Possum. ( in Australien sind diese Tiere geschützt ). In den Gemeinden und Farmen werden unter Kontrolle Giftköder gelegt, was völlig in Ordnung ist. Aber das in den Wäldern vom Hubschrauber aus, sogenannte Giftstöpsel abgeworfen werden, ist unfassbar, da auch andere Tiere an das Gift gehen, indem sie Teile des toten Tieres verzehren und es damit in den ökologischen Kreislauf bringen.

Viel Flüsse und Seen sind mit dem Parasiten Giardia verunreinigt. Zwei Drittel der Gewässer sind nicht zum Schwimmen geeignet, auch wenn sie mit ihrem klaren Wasser zum Bade einladen. Wer das verunreinigte Wasser an die Lippen bekommt oder schluckt, muss mit Durchfall und Magenkrämpfe rechnen. Medikamente zur Behandlung gibt es, aber die Lust zur Abkühlung ist mit diesem Wissen dahin.

Westport, eine Stadt an der Westküste der Südinsel, die auf dem Niveau des Meeresspiegels liegt, hat besondere Probleme. Da es dort zum großen Teil nur Sickergruben gibt, steigt nach tagelangem Regen, der Grundwasserspiegel mit den Fäkalien wieder nach oben. Mit der Folge, dass die Strände mit Kolibakterien verseucht werden. Bis heute ist das Problem nicht gelöst.

Auch wurde mir erzählt, das es schon etliche Male zu Tierdramen auf der Weide gekommen ist. Wenn die Schafe im Frühjahr mit ihren neugeborenen Lämmern auf der Weide stehen und es kommt zu einem plötzlichen Wintereinbruch, wie schon geschehen, verhungern viele Tiere, da es nicht genug Futter für sie gibt. Bei ca. 30 Mio. Schafe, die das ganze Jahr auf der Weide sind, hat ein Farmer keine großen Futtervorräte, geschweige denn einen Stall. Weiterhin ist mir aufgefallen, das in Neuseeland viele Wälder gerodet  werden , dagegen die Aufforstung sehr selten stattfindet. Als Gegenargument wird angegeben, es sei nur die schnellwachsende kalifornische Fichte die als Wirtschaftsholz vermarktet wird und eine spätere Aufforstung wird es sicher geben.

Zur Zeit regt sich die Milchwirtschaft über eine Anzeigenkampagne in Zeitschriften und Zeitungen auf , die in einem vollen Milchglas ein totes Kalbsembryo zeigt, um auf die Mißstände in der Weidewirtschaft hinzuweisen ( gesehen in den Nachrichten ). Man kann den „Grünen“, die es auch hier als Partei gibt, nur wünschen, das sie bald mehr Verantwortung übernehmen können. Hans

Von Auckland über Waitangi zum Cape Reinga und zurück an der Kauri Coast

Bei der Ankunft der Fähre in Birkenhaedt entdeckte ich eine Tafel für die Linienbusverbindungen und schrieb die Straßennamen in Richtung Norden  ab. So konnte ich von dort, in Richtung Albany Station fahren, ohne irgend jemand fragen zu müssen. Bald darauf entdeckte ich die Hinweisschilder für den Highway 18 nach Orewa und von da nach Puhoi, um auf den State Highway 1 ( ab da ist er kein Motorway mehr ) nach Whangarei zu gelangen. Da unterwegs sehr viel Verkehr auf dem Highway war, bog ich kurz nach Wellsford in eine Nebenstraße zur Küste nach Mangawhei und Waipu Cove ab. Am nächsten Tag fuhr ich auf den Highway 1 zurück, um nach Whangarei zu kommen. Ab Otonga wurde wieder eine Nebenstraße, an den Bay of Islands vorbei, bis kurz vor der Ortschaft Russel, nach Okiato befahren.  Diese Nebenstraße hatte solch eine Vielzahl von extremen Steigungen zu bieten, das es bis zur körperlichen Belastungsgrenze nicht mehr weit war. Als ich auf der Autofähre von Okiato  nach Pahia stand, atmete ich erst mal richtig durch. Die Bay of Islands ( über 150 Inseln und Inselchen ) sind hinsichtlich ihrer Entstehungsgeschichte übrigens lauter Flusstäler, die in der letzten Eiszeit im Schmelzwasser ertrunken sind.

In Waitangi bei Pahia besuchte ich die Treaty Grounds. Hier wurde Neuseeland 1841 im Vertrag zu Waitangi zur Kronkolonie erklärt. Am 6. Februar 1840 versammelte Kapitän William Hobson im Auftrag der Queen 45 Maori Häuptlinge zur Unterschrift eines Dokuments, die die Selbstständigkeit der Maori stark einschränkte. England durfte laut des Vertrages Land von den Maoris kaufen. Im Gegenzug sollten die Maori rechtlich gleichgestellt werden. Mit dem Vertrag ermächtigten sich die Briten erst die Nordinsel und dann die Südinsel einzunehmen. Nicht alle Häuptlinge hatten unterschrieben. Erst seit 1975 können die Maori Vertragsverletzungen vor dem Waitangi -Tribunal einklagen. Der Vertrag ist bis heute umstritten, denn beide Sprachversionen ( maorisch/englisch ) werden unterschiedlich interpretiert. Zu Sehen gab es das Treaty Haus, ein Versammlungshaus der Maori ( das auch von innen abgelichtet werden durfte, was normalerweise immer verboten ist ) 3 Kanus der Maori und ein Flaggenmast.

Danach führte die Tour auf dem Highway 10 über Awanui, ab da der Highway 1, zum Cape Reinga. In Waitiki Landing 20 km vor dem Cape wurde übernachtet, um von dort am nächsten Tag, die restliche Strecke in Angriff zu nehmen. Zurück wurde direkt vom Cape bei Dauerregen ( wieder einmal ) die gleiche Route über Pukenui ( Laundry und Übernachtung ), dann über Ahipara nach Kataia und später auf dem Highway 12 zu den alten Kauri Bäumen geradelt. Zwischendurch wurde von Horeke nach Rawene eine Autofähre genutzt. Entlang der Westküste führte die Route nach Dargaville. wo ein Museumsbesuch und 3 Tage Aufenthalt geplant sind. Auf dem Fahrradcomputer sind bis jetzt 4 289 km aufgelaufen. Probleme mit den Schaltzügen gibt es leider immer noch, weil sie wahrscheinlich ausgeleiert sind und erneuert werden müssen. Ich bin guten Mutes, das sie durchhalten, weil ich mich in Auckland erholen und nur noch maximal 300 – 400 km bis zum International Airport in Manukau fahren werde. Hans.  

Von Rotorua zu den Waitomo Caves, zur Cathedrale Cove und nach Auckland

Von Rotorua fuhr ich auf den State Highway 5 über Tiau nach Cambridge, von dort über eine Nebenstraße nach Kihikihi und dann auf State Highway 3 nach Otorohanga. Bis nach Waitomo bin ich nicht mehr weiter gefahren, da eine fiebrige Erkältung in mir steckte und ich dringend in ein Bett musste. Deshalb ist der Beitrag davor so kurz ausgefallen. Da ich mich noch etwas schwach fühlte, kutschierte mich am nächsten Tag ein gebuchtes Shuttle zu den Höhlen. Die Waitomoa Caves bestehen aus drei getrennten Höhlen die einzeln oder kombiniert besichtigt werden können. Da ich nichts verpassen wollte, wenn man schon mal da ist, habe ich mir alle drei Höhlen mit einem Führer angesehen (Gehzeit ca. 4 Stunden). In der sogenannten Glowworm Cave sind so eine Art Larven die Attraktion, die bei der Verdauung von Insekten ein schwaches bläuliches Licht abstrahlen, die sie mit ihren klebrigen Fäden, die von der Höhlendecke hängen, gefangen haben. Das ganze sieht im Dunkeln wie ein kleiner Sternenhimmel aus ( Photos durfte man keine machen ). Tropfsteingebilde gab es auch zu sehen. In der Ruakuri Höhle, die von Hunden entdeckt wurde, sind die verschiedenen Stalagmiten, Stalaktiten und Sinterablagerungen die Sensation, aber auch hier gibt es den Glowworm zu sehen, nur in kleineren Ansiedlungen. In beiden Höhlen fließt ein Bach durch. Als Touristenattraktion kann man sich im Neoprenanzug und Gummischlauch durch die Höhle treiben lassen , sogenanntes Black Water Rafting. In der dritten Höhle, in der Aranui Cave, gab es dasselbe, ohne Höhlenbach, nur im größerem Maßstab und mit einigen Farbabweichungen zu sehen, außerdem waren die Karststollen nicht so schmal und die Aushöhlungen waren größer. Es hätte gereicht, wenn man sich nur die Ruakuri Cave angeschaut hätte.

Von Otorohanga ging die Tour auf derselben Strecke zurück nach Cambridge und von dort auf dem St.Highway 1 B und über den Highway 26 über Morrinsville nach Paero, entlang an den Kaimai Range nach Waihi und auf dem Highway 25 nach Whangamata und Whitianga entlang der Coromandel Range. Whitianga liegt an der Mercury Bay, benannt nach dem Schiff von James Cook, der hier erstmalig die englische Flagge aufgestellt  und damit die Insel für England in Besitz genommen hatte. Dort in der Nähe von Hahei liegt der Hot Water Beach ( heißeThermalquellen die aus dem Meeresboden entspringen, nur bei Ebbe zu sehen ) und die landschaftlich schönen Sehenswürdigkeiten, wie die Cathedrale Cove, Cooks Blowhole und die Orua Sea Cave, die vom Meer ausgespült wurden. Da nur bei Ebbe z.B. die Cathedrale Cove begehbar ist, hatte ich eine Bootstour dorthin gebucht, auch, um evtl. den Blue Pinguin oder Delphine beobachten zu können, die es hier gibt.  Leider war das Wetter zu windig und wir hatten kein Glück. Von Whitianga ging es mit dem Fahrrad wieder einmal über die Berge nach Coromandel ( Highway 25 ) und weiter bei Dauerregen nach Thames ( hier kam wieder ein Trockner zum Einsatz, mit Umziehen ohne Kabine, fast im Schaufenster der Laundrette ) und weiter über eine Nebenstraße nach Miranda und Beachlands. Vom Pine Harbour in Beachlands setzte ich mit der Fähre nach Auckland Central über. Von diesem Fährhafen fuhr ich mit einer anderen Fähre nach Birkenhaedt, weil die Autobahnbrücke über die Bucht für Radfahrer gesperrt ist. So ersparte ich mir das 70 km lange Verkehrsgeschehen in Auckland, das Suchen nach Straßen für Radfahrer und die kilometerlangen Umgehungen der Motorways. Bisher gefahrene km, 3 784. Hans

Es stinkt zum Himmel in Taupo, Wairakei, Waiotapu und Rotorua

In Taupo wurden die Huka Falls, Craters of the moon und die Felszeichnungen der Maori (neueren Datums) auf dem Lake Taupo von mir besucht. Der Lake Taupo ist ein Kratersee von mehreren Vulkanen, die vor ca. 5000 Jahren südwestlich von Rotorua explodiert und durch Oberflächenwasser eingebrochen sind. Damals wurde die verdunkelte Atmosphäre nicht nur in China, sondern auch in Rom beobachtet. Das Vulkanband der Nordinsel ist ca. 240 km lang und 50 km breit und erstreckt sich vom Mt. Taranaki bis zur Vulkaninsel White Island. Die Bilder der Geo-Thermalwanderungen in Taupo, Wairakei, Waiotapu und Rototura sprechen für sich. Den einzigen Geysir, den ich mir nicht angeschaut habe, ist der Lady Knox Geysir (Waiotapu), den man mit Waschlauge zur Wasserfontäne verhilft. Pünktlich um 10.15 Uhr, zu dieser Zeit war ich noch auf der Straße unterwegs. Vielleicht schäumt er zu stark, wenn das am Tag mehrmals gemacht wird. Waschlauge verringert die Oberflächenspannung des Wassers. Das erinnert mich so an den einzigen Kaltwasser-Geysir in Europa ( in Andernach zu Hause), den man mit dem Aufdrehen der Wasserhydranten, jede Stunde zur Fontäne verhilft. Da schaue ich mir lieber eine Feuerwehrübung an oder drehe im Bad den Duschkopf vom Schlauch ab, halte ihn nach oben, drehe voll auf und habe einen Geysir. Billiger, ……nur das Aufwischen sollte nicht vergessen werden. Hans [nggallery id=61]

Auf dem Weg zum Mount Taranaki und Lake Taupo

Als die Fähre in Wellington anlegte, führte mein Weg raus aus der Stadt in Richtung Norden nach Johnsonville, Tawa und Levin. Die Etappen mussten wegen Dauerregen mehrmals verkürzt werden. In Johnsonville wurden die gebrochenen Schrauben aus der Hinterradstrebe ausgebohrt und der Radlständer wieder befestigt. Für alle, die Probleme mit dem Rad haben, kann ich Francis, ein sehr versierter Radmechaniker, nur empfehlen. Die Adresse Cycles Service, 11 Burgess RD, J`ville 4783042 (Johnsonvillecycles@gmail.com). Das Geschäft ist gleich neben dem Best Western Motel in einer Seitenstraße, die von der Hauptstraße abgeht, wenn man Johnsonville nach Norden verlässt. Die Straße nach Tawa und weiter nach Paraparamunu ist für Radfahrer extrem schlecht oder gar nicht ausgeschildert. Dauernd läuft man Gefahr auf dem Motorway zu landen. Die weitere Tour folgte nach dem Highway 1 auf dem Highway 3 nach Wanganui, Hawera  und Stratford. Den Mount Taranaki hätte ich im bergigen Gelände nach Hawera schon längst sehen müssen, dem war aber nicht so. Erst am nächsten Morgen auf dem Campingplatz präsentierte er sich im vollen Sonnenschein. Als ich mich auf dem Weg nach Stratford (31 km)  begab, konnte ich es kaum fassen, das sich der schneeweise Vulkankegel nach 2 Stunden schon wieder in Wolken verhüllte. Die Tour in den Nationalpark wurde daher abgebrochen, weil ich keine Lust hatte, mich im Regen dort aufzuhalten. Am nächsten Morgen (er ist ein Wolkenfänger) war er wieder nicht zu sehen und so machte ich mich auf dem Weg nach Osten zum Lake Taupo. Der Highway 43 auch „Forgotten World Highway“ genannt, ist ca. einsame 150 km lang und er verdient seinen Namen zu Recht. Die Fahrbahnränder sind an vielen Stellen durch Unterspülungen schon in den Abgrund verschwunden oder auf dem Weg dahin. Die Straßenarbeiter kommen mit dem Ausbessern nicht nach. Zwischendurch verkam er auch zur 8 -10 km reinen Schotterpiste. Die Orte, die auf der Karte verzeichnet sind, waren so klein, außer Whangmomona, das man sie als solche nicht registriert. Ich war froh, als ich in Taumarunui ankam, da die Fahrt über die Vulkanlandschaft doch ziemlich hart war. Von dort ging es wieder bei einem richtigen Sauwetter über den Waituhi Sattel ( Anstieg ca. 15 km bergauf auf dem Highway 41) nach Turangi. Hier musste ich zum ersten Mal meine „wasserdichten“ Packtaschen ausräumen, weil Regenwasser eingedrungen war. Von Turangi fuhr ich auf dem State Highway 1, bei schönem Wetter, nach Taupo. Hier wurde ein Ruhetag eingelegt, der eigentlich keiner war, weil die Sehenswürdigkeiten in der Umgebung, ebenfalls mit dem Rad abgeklappert wurden, nur ohne die schweren Radaschen. Hans.  

Von den Gletschern zu den Pancake Rocks und zurück zur Fähre

Am frühen Morgen verließ ich bei Nieselregen Franz Josef Township, um in Richtung Norden, auf dem Highway 6 über Harihari, Ross und Hoketika nach Greymouth zu fahren. Die Ortschaft Ross war als Übernachtungsort eingeplant. In der Hoffnung natürlich, wenn ich die oberen Bergregionen verlasse, wird der Regen schon aufhören. Das Gegenteil war der Fall. Es regnete immer stärker und ohne Unterbrechung. Unterwegs am Lake Whatarora wurde ich von John und Margret aus Taupo (Nordinsel) mit einer Tasse Kaffee und Biskuits verwöhnt. Als ich Fotos vom See machte, sahen sie mich und luden mich spontan in ihr Wohnmobil ein, das in einer Parkbucht stand. Obwohl das Wasser schon an mir herunterlief, musste ich mich auf ein Handtuch über den Sitz, hereinsetzen und durfte mich aufwärmen. Lieber John und Margret, wenn Ihr diese Zeilen mit einem Dolmetscher lesen solltet, nochmal vielen Dank dafür. Leider ist Eure Adresse auf dem Notizzettel, im Geldbeutel aufbewahrt, durch das eindringende Regenwasser unleserlich geworden. Selbst die Geldscheine musste ich trocknen. Nach 20 Minuten Aufenthalt mit angeregter Unterhaltung setzte ich meine Fahrt fort. In einem kleineren Hotel in Te Taho, wurde ich ebenfalls mit einer kostenlosen heißen Tasse Tee versorgt und für verrückt erklärt, weil ich bei diesem Wetter unterwegs war. Nach weiteren 30 km Dauerregen und zusätzlicher Kälte, das Wasser stand bereits in den Schuhen, entschloss ich mich in Harihari, in ein Hotel zu flüchten. Dort flog dann die komplette Kleidung (ich war bis auf die Haut durchnässt) zusammen mit den Sportschuhen in einen Wäschetrockner. Am nächsten Tag konnte ich bei Sonnenschein und Rückenwind nach Greymouth fahren und einen Tag später bei bedecktem Himmel zu den Pancake Rocks. Von dort ging es über Westport, Richmond, Nelson nach Havelock und Linkwater. In Linkwater verließ ich den State Highway und fuhr auf den Queen Charlotte Drive, eine ausgesprochen schöne Nebenstraße mit vielen Aussichtspunkten, nach Picton zum Fährhafen. Damit ist der Besuch der Südinsel zu Ende gegangen. 2006,38 km wurden auf dieser Insel mit dem Rad bewältigt, für alle, die das gerne wissen möchten. Technische Probleme? Zwei gebrochene Schrauben des Fahrradständers, die zum Teil noch im Gewinde der Hinterradstrebe stecken. Der niedrigste Gang lässt sich leider nicht mehr schalten, aber ein paar Gänge sind ja noch übrig. Hans 

Von Queenstown an die Westküste zum Fox und Franz Josef Glacier

Die Rückreise führte mich nach Cromwell, Albert Town, Makarora über den Haast-Pass an die Westküste. Zwischen Cromwell und Albert Town erwischte mich, obwohl das Wetter an diesem Morgen schön war, gegen 9.00 Uhr ein heftiger Sturm. Der war so stark, das mein Vorderrad die Bodenhaftung verlor. So etwas hatte ich noch nie erlebt. Beim Radfahren reißt es auf einmal das Vorderrad nach oben. Vom weiteren Radeln musste ich deshalb absehen und das Fahrrad wurde geschoben. Auch das war manchmal schwierig, da ich öfters richtig ausgebremst wurde. In den Kurven und an bewaldeten Straßenrändern die den Wind etwas sperrten, konnte ich mühsam fahren. Meine angepeilte Strecke betrug noch 30 km. Einige Autofahrer wollten mich zwar mitnehmen, aber ich lehnte dankend ab. Mein Wille war, es alleine zu schaffen und an mein gestecktes Ziel zu kommen. Albert Town habe ich erreicht. Fragt mich nicht, wie schnell ich im Schlafsack war.

Als ich die Westküste erreichte, fuhr ich den State Highway 6 zum Fox und Franz Josef Glacier. Auf 120 km gab es keine Einkaufsmöglichkeiten für Lebensmittel. Lediglich eine Salmon Farm hatte ein angeschlossenes Cafe, um die Lebensgeister zu aktivieren. Gut, das meine Essensvorräte ausgereicht haben. Das Wetter hier ist rauher, kälter und feuchter, als an der Ostküste, da ich zur Zeit meistens in einem Regenwaldgebiet unterwegs bin. Zu den Aussichtspunkten der Gletscher mussten zwei Stichstraßen befahren werden, zum Franz Josef Glacier gab es zusätzlich noch einen Fußmarsch von einer Stunde am Waiho River entlang. Der Franz Josef Glacier hieß einmal Kai Romata o Hinekukatere, so nannten die Maori die 12 km lange Eiszunge, die sich seit 7000 Jahren zum Meer schiebt. Der Name bedeutet: Die Tränen des Lawinenmädchens. Die Geschichte: Hinekukatere wanderte mit ihrem Geliebten Tawe in den Bergen. Tawe stürzte zu Tode und die Tränen von Hinekukatere gefroren zu Eis. Als Julius v. Haast den Gletscher 1863 entdeckte, gab er ihm den Namen seines Kaisers in Österreich. Der Gletscher bewegt sich pro Tag 1,5 -1,7 m pro Tag in Richtung Meer. Hans  

Der Fiordland National Park mit dem Milford Sound ( Piopiothali)

Am frühen Morgen fuhr unser Bus von Queenstown, den Highway 6 am Lake Wakatipu vorbei über Kingston, Athol nach Moosburn auf der 94 weiter nach Te Anau durch den Homer Tunnel zum Milford Sound. Von Queenstown bis nach Te Anau sind es ca. 178 km und dann noch einmal 120 km zum Milford Sound, eine Sackstraße. Ich war 12 Stunden unterwegs, die sich wirklich gelohnt haben. Die Landschaft ist einmalig schön, da der Regenwald ( wie im Olympic National Park, USA.) diesmal nicht nur an der Küste und den Berghängen zu sehen war, sondern auch dazwischen und auf den Felsen. Der Kontrast der schneebedeckten Berge und die wechselnden Grüntöne des Regenwaldes mit den grauen Flechten ergab ein tolles Bild. Leider sind wir viel schnell durchgefahren, wie auf Busreisen üblich, da es ja nur ein Tagesausflug war. Allen Neuseeland-Reisenden kann man diese Tour, verbunden mit einer Schifffahrt auf dem Milford Sound, nur empfehlen. Der Fjord bietet viele Motive zum fotografieren. Unterwegs gelang es mir einen Kea ( Bergpapagei ), der von den anderen Busfahrtteilnehmern nicht bemerkt wurde, an mich heranzulocken und mit der Kamera einzufangen. Es gibt Keas an bestimmten Fotostopps, die die Touristen attackieren, wenn sie kein Futter bekommen. Das Füttern der Vögel ist aber verboten. Diese Keas sind auch beringt und sollen vielleicht die Touristen bei Laune halten. Autofahrer und Radfahrer sollten grundsätzlich auf ihre Gummiteile am Fahrzeug achten (Wischerblätter, Sättel am Rad, Fahrradreifen usw.), weil diese gerne angeknabbert werden. Im Milford Sound konnte ich erstmals auch Pinguine in ihrer natürlichen Umgebung vom schaukelnden Schiff aus fotografieren, was etwas schwierig war, da die Bilder aus ein gewisser Entfernung scharf sein sollten. Das Glück wollte es, das sich zwischendurch die Wolkenschleier am Milford Sound etwas hoben und ab und zu die Sonne durchkam. Die Straße zum Milford Sound gehört übrigens zu den gefährlichsten Straßen der Welt. Im Winter gehen dort durchschnittlich 300 Lawinen herunter; ebenso gibt es dort Felsstürze, Erdrutsche und Überflutungen. Auch im Sommer kann es passieren, das nach Sturm und Dauerregen, die Straße unpassierbar ist und die Busse wochenlang nicht fahren können.

Die  Bilder die „unbenannt/unbekannt“ sind werden zuhause noch richtig gestellt, d. h. z. B. das die Vögel noch ihre richtigen Namen bekommen usw.. Hier habe ich leider nicht die Zeit dazu.

Hans